Die Band Mashrou'Leila bei einem Auftritt in Beirut am 20. September 2017, © Myriam Boulos
Die Band Mashrou'Leila bei einem Auftritt in Beirut am 20. September 2017, © Myriam Boulos

Libanon: Beschluss, das Konzert von Mashrou 'Leila abzusagen, ist ein alarmierender Hinweis darauf, wie es um die Meinungsfreiheit bestellt ist

Als Reaktion auf eine Erklärung der Organisator_innen des Byblos International Festival, wonach sie gezwungen seien, einen Auftritt der Band Mashrou 'Leila abzusagen, der am 9. August stattfinden sollte, "um Blutvergießen zu verhindern und Sicherheit und Stabilität zu gewährleisten", in der Folge einer Hasskampagne gegen die Gruppe, sagte Lynn Maalouf, Researchdirektorin für den Nahen Osten von Amnesty International:

AMNESTY INTERNATIONAL

"Diese Entscheidung ist ein verheerender Rückschlag für das Recht auf freie Meinungsäußerung im Land und entlarvt die libanesischen Behörden in ihrer Verantwortung, dafür zu sorgen, dass die Band während einer zunehmenden Hasskampagne geschützt wird.


Dies ist die direkte Folge des Versäumnisses der Regierung, sich entschieden gegen Hass und Diskriminierung einzusetzen und die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass der Auftritt stattfinden kann.


Mashrou 'Leila hat vor nur drei Jahren am selben Ort dieselben Lieder gespielt. Die Tatsache, dass sie jetzt nicht in der Lage sind, in einer Atmosphäre des Hasses und der Gewalt aufzutreten, ist ein alarmierender Indikator für die Verschlechterung der Situation in Bezug auf die Meinungsfreiheit im Land."

Mashrou 'Leila sind bekannt für ihre Lieder, die sich mit sozialen Problemen in der arabischen Welt befassen und die das Recht auf freie Meinungsäußerung unterstützen.