Graffiti in El Salvador, auf Deutsch: "Wenn es nicht die Banden sind, dann ist es die Polizei". © Pablo Allison for Amnesty International
Graffiti in El Salvador, auf Deutsch: "Wenn es nicht die Banden sind, dann ist es die Polizei". © Pablo Allison for Amnesty International

USA/El Salvador: Rettet Alejandra!

Eine Trans-Frau und Aktivistin für LGBT-Rechte, die in El Salvador verfolgt und sexuell belästigt wurde, wird von der Immigration and Customs Enforcement (ICE) unangemessen festgehalten und muss aus dem Cibola County Correctional Center in New Mexico entlassen werden, sagte heute Amnesty International.

Alejandra (ihr Nachname wird zu ihrem Schutz zurückgehalten) bemüht sich darum, die angemessene medizinische Versorgung zu erhalten, die sie während der Haft benötigt.
Der Fall ist besonders dringend angesichts des kürzlichen Todes einer anderen Trans-Frau im ICE-Gewahrsam, die für kurze Zeit in derselben Einheit festgehalten wurde.


 
"Alejandra hat ein Recht darauf, sicher und frei zu leben, während sie auf die Entscheidung in ihrem Fall wartet. Menschen haben das Recht, vor Verfolgung Asyl zu suchen. Es gibt keinen Grund, warum sie eingesperrt werden sollte, um Schutz zu suchen", sagte Denise Bell, Expertin für Flüchtlings- und Migrantenrechte bei Amnesty International USA.


"Alejandra hat über zehn Jahre lang die Rechte von Trans-Menschen in El Salvador verteidigt. Jetzt ist es an der Zeit, dass wir zusammenkommen und sie unterstützen. Wir rufen die ICE auf, sie sofort aus humanitären Gründen freizulassen, während sie auf die Entscheidung über ihren Asylantrag wartet."
Alejandra floh im Jahr 2017 aus El Salvador, um wiederholten Erpressungen, Drohungen und Angriffen zu entkommen. Sie wurde wegen ihrer Trans-Identität von Mitgliedern einer transnationalen kriminellen Bande und dem salvadorianischen Militär sexuell missbraucht. Aus Angst, dass es für sie nicht sicher ist, nach El Salvador zurückzukehren, beantragte Alejandra Asyl in den Vereinigten Staaten. Sie hofft auf eine Wiedervereinigung mit ihrer Trans-Nichte, die bereits Asyl in den USA gewonnen hat.


Am 25. Mai starb Roxana Hernandez, eine 33-jährige honduranische Trans-Frau, in ICE-Haft in einem Krankenhaus in New Mexico wegen medizinischer Komplikationen. Ihr Tod hebt die Risiken hervor, die Trans-Asylbewerber mit akuten medizinischen Bedürfnissen in der Einwanderungshaft haben.
Zusätzlich zu dem Aufruf an die ICE, Alejandra freizulassen, hat Amnesty International seine sieben Millionen Mitglieder, Unterstützer_innen und Aktivist_innen weltweit aufgefordert, für sie aktiv zu werden.

Beteilige Dich jetzt hier an der Online-Petition für Alejandra oder lade die Petitionsliste herunter:

Dateien:
Petition-Alejandra