"Kaum jemand kann sich vorstellen, was ein gewaltloser politischer Gefangener durchmacht. Man ist nicht nur von der Familie getrennt, sie rauben einem auch die Zeit und Gesundheit. Deshalb begann ich, alle Vorfälle von Folter, Ungerechtigkeit, Bösartigkeiten und Hass um mich herum zu dokumentieren." Rosmit Mantilla
"Kaum jemand kann sich vorstellen, was ein gewaltloser politischer Gefangener durchmacht. Man ist nicht nur von der Familie getrennt, sie rauben einem auch die Zeit und Gesundheit. Deshalb begann ich, alle Vorfälle von Folter, Ungerechtigkeit, Bösartigkeiten und Hass um mich herum zu dokumentieren." Rosmit Mantilla

Venezuela: Menschenrechtsaktivist Mantilla ist frei. Veränderung im Umgang mit politischer Opposition muss eingeleitet werden.

Die Entlassung eines prominenten venezolanischen Oppositionsführers, der seit 2014 wegen seiner Menschenrechtsarbeit inhaftiert war, muss eine tiefgreifende Verschiebung der Regierung in Bezug auf Meinungs- und Redefreiheit einleiten, sagte Amnesty International.

17. November 2016

Rosmit Mantilla, Mitglied des Parlaments, Menschenrechtsaktivist und gewaltloser politischer Gefangener, wurde nach mehr als zwei Jahren Haft im Untersuchungsgefängnis des Nationalen Geheimdienstes in Caracas freigelassen.

"Die lange erhoffte Freilassung von Rosmit ist eine großartige Nachricht für die Menschenrechte in Venezuela. Er hätte niemals ein zweites Mal hinter Gittern kommen dürfen. Die venezolanischen Behörden müssen nun auf diesen positiven Schritt aufbauen und alle inhaftierten Aktivisten und politischen Führer, deren einziges "Verbrechen" darin besteht, dass ihre Meinung nicht mit der Regierung übereinstimmt, freilassen", sagte Erika Guevara-Rosas, Amerika Direktorin bei Amnesty International.
Rosmit Mantilla ist ein Aktivist für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender und intersexuellen Menschen (LGBTI) und ein Mitglied der Oppositionspartei Voluntad Popular.

Ihm wurde vorgeworfen, Geld für die Finanzierung von Protesten gegen die Regierung zwischen Februar und Juli 2014 erhalten zu haben. Der einzige Beweis gegen ihn scheint ein anonymer Zeuge zu sein.