Versteckt: Lesben in Indonesien

In Kooperation mit Grenzenlos e.V. hatte MERSI am 23. Oktober 2007 zu einer Infoveranstaltung über lesbisches Leben in Indonesien ins Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin eingeladen.

Rund 30 Gäste kamen, um Kamilia Manaf und Imelda Taurina Mandala zuzuhören und sich mit ihnen auszutauschen. Die beiden lesbischen Frauen, die auf Einladung von Grenzenlos e.V. im Oktober Berlin besuchten, berichteten anschaulich von ihren Erfahrungen aus Indonesien.

Kamilia, Gründerin der indonesischen Lesben-NGO Institut Pelangi Perempuan (Frauen-Regenbogen-Institut) beleuchtete verschiedene Aspekte lesbischen Lebens in Indonesien. Sie sprach von den Schwierigkeiten und Herausforderungen im privaten und öffentlichen Rahmen aber auch von der hoffnungsvollen Arbeit ihrer Organisation. Diese unterstützt besonders jugendliche Lesben und möchte ein politisches Bewusstsein innerhalb der Community stärken.

Untermalend zeigte Imelda, Mitglied des queeren Q! Filmfestivals in Jakarta, Ausschnitte ihrer Fotoarbeiten und präsentierte Trailer des Q! Filmfestivals, die bei den Zuhören und Zuschauern gut ankamen und nach den vielen ernsten Themen trotzdem ein Lächeln auf die Gesichter des Publikums zauberten. Die Veranstaltung wurde dadurch zu einer gelungenen Mischung aus Vortrag, Bildpräsentation und Diskussion, so dass am Ende alle etwas Neues gelernt und interessante Einblicke erhalten hatten.

Claudia Körner