USA - Brutaler Mord an schwulem Studenten

Colorado: (hs) Wenige Tage nach seiner brutalen Mißhandlung ist ein homosexueller amerikanischer Student seinen schweren Verletzungen erlegen.

Der 21jährige Matthew Sheppard starb am Morgen des 12. Oktober 1998 in einem Krankenhaus im US-Bundesstaat Colorado. 

Das Verbrechen hat in den ganzen Vereinigten Staaten Entsetzen ausgelöst und war tagelang auf den Titelseiten der Tageszeitungen. Präsident Clinton verurteilte das Verbrechen aufs Schärfste und forderte das Repräsentantenhaus auf, die vorliegenden Anti-Diskriminierungsgesetze zu verabschieden. Binnen weniger Tage fanden mehr als 60 Schweigemärsche in den USA statt, bei denen Heterosexuelle und Homosexuelle gemeinsam mit Kerzen in der Hand die Frage stellten: Wie konnte dies geschehen?

Die 250 Delegierten aus 17 Ländern, die zur CSD Weltkonferenz in Los Angeles angereist waren, die wenige Tage nach dem Verbrechen stattfand, beschlossen einstimmig, die Konferenz der Erinnerung an Matthew Sheppard zu widmen. Die zwei 21 -und 22jährigen Männer, die Sheppard zusammengeschlagen und ausgeraubt hatten, wurden inzwischen wegen Mordes angeklagt.