Nachhilfe für die UN von Nöten

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist es die selbstgewählte Aufgabe der Vereinten Nationen (UN), die Einhaltung der Menschenrechte zu fördern, doch das Thema LGBT stößt auch hier manchmal auf Widerstand.

So versuchten Delegierte verschiedener Länder im Juni 2001 auf einer offiziellen Sitzung dieser Staatengemeinschaft zu HIV/AIDS, in der UNGeneralversammlung eine Vertreterin der International Gay and Lesbian Human Rights Commission (IGLHRC) an ihrem Vortrag zu hindern. Zwar stimmte die Generalversammlung letztlich dafür, den IGLHRC-Bericht zu Gehör bringen zu lassen, im Abschlussdokument jedoch wurden die LGBTs nicht ausdrücklich erwähnt, obwohl sie in vielen Ländern zu den besonders betroffenen Risikogruppen gehören.

Auch in der UN-Menschenrechtskommission selbst, so der aktuelle "World Report 2002" von Human Rights Watch, kam es 2001 zu Behinderungen der Berichterstattung zur Lage von LGBTS. Der Sonderberichterstatterin zu extralegalen, willkürlichen und Massenhinrichtungen wurde vorgehalten, ihr Mandat überschritten zu haben, da sie als eine der Opfergruppen sexuelle Minderheiten nannte. Auch im Text des erneuerten Arbeitsauftrags an diese Berichterstatterin werden LGBTs als besondere Opfergruppe immer noch nicht explizit genannt.

Quelle: Human Rights Watch World Report 2002, Lesbian, Gay, Bisexual, and Transgender Rights (www.hrw.orglwr2k2lIgbt.html

Claude Koltzenburg, Hamburg