MERSI-Demonstration vom Brandenburger Tor bis zur usbekischen Botschaft in Berlin.
MERSI-Demonstration vom Brandenburger Tor bis zur usbekischen Botschaft in Berlin.

Erfolgreiche Aktion der MERSI-Gruppe von amnesty international

Ende März protestierte die Gruppe MERSI (Menschenrechte und sexuelle Identität) von amnesty international Deutschland erneut gegen die Verurteilung des usbekischen Menschenrechtlers Ruslan Sharipov wegen Homosexualität.

Bei einer Demonstration vom Brandenburger Tor bis zur usbekischen Botschaft in Berlin hatten sich ca. 30 TeilnehmerInnen versammelt, um auf das Schicksal des usbekischen Journalisten aufmerksam zu machen, der im August 2003 erst zu einer Haftstrafe von 5 1/2 Jahren verurteilt worden war, die später auf 4 Jahre reduziert wurde.

Zahlreiche Demonstrationen weltweit und internationaler Druck auf die Regierung in Tashkent führten nun dazu, dass Sharipov aus dem Straflager von Tavaksay entlassen wurde und sich nun in einem sogenannten offenen Vollzug befindet. Er kann nun bei einem Verwandten in der Region Tashkent wohnen, bei dem er unter Hausarrest steht und unterliegt dadurch nicht mehr den extrem belastenden und gesundheitsbedrohenden Haftbedingungen des regulären usbekischen Strafvollzugs.

Rupert Haag, Berlin

PR-Koordinator von MERSI (Menschenrechte und sexuelle Identität) amnesty international Deutschland

erstellt am: 16.05.2004