Freilassung der festgenommenen Menschenrechtsverteidiger aus Uganda

Am 17. September wurden Oundo George und Kiiza Brenda freigelassen.

Oundo George und Kiiza Brenda, die sich für die Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LGBT) einsetzen, wurden am 17. September 2008 freigelassen, nachdem sie eine Woche in der Polizeiwache von Nabweru inhaftiert waren. Sie wurden gegen Kaution freigelassen, nachdem man sie der "Verwicklung in unanständige Praktiken" angeklagt hatte. Am Mittwoch, den 24. September, müssen sie sich in der Polizeiwache melden.

Während ihrer Inhaftierung wurden sie wiederholt geschlagen und misshandelt, um sie dazu zu bewegen, andere Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender zu identifizieren. Sie wurden verhört und dabei geohrfeigt sowie mit Schlagstöcken verprügelt. Währenddessen verlangte die Polizei, dass sie die Namen oder Identitäten anderer Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender preisgeben.

Die Polizei verlangte diese Informationen, um weitere Menschen wegen ihrer Sexualität oder Geschlechtsidentität (Genderidentität) zu inhaftieren. Menschen, die aus diesem Grund von der ugandischen Polizei inhaftiert werden, sind in besonderem Maße von Misshandlung bedroht. Einvernehmliche gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen sind in Uganda verboten und Misshandlungen während der Haft sind aufgrund der homophoben Haltung der Polizei an der Tagesordnung. Oundo George und Kiiza Brenda waren gewaltlose politische Gefangene, die sich nur aufgrund ihrer Geschlechtsidentität in Haft befanden.

Während der ersten drei Tage ihrer Haft wurde Oundo George und Kiiza Brenda jegliche Nahrung verweigert, obwohl Oundo George an Diabetes leidet. Sie erhielten erst etwas zu essen, als Familie und Freunde ihnen am 13. September etwas bringen konnten. Oundo George wurde die medizinische Behandlung seiner Diabeteserkrankung verweigert, wodurch sich sein Gesundheitszustand verschlechtert hat.

Weitere Appelle der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Eilaktionsnetz sind nicht erforderlich. Vielen Dank allen, die Appelle geschrieben haben.