Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg, © Council of Europe
Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg, © Council of Europe

Bericht zur Diskriminierung von Transgender in Europa veröffentlicht

Verfahren zum Wechsel des amtlichen Geschlechts in vielen europäischen Staaten entwürdigend. Amnesty kritisiert auch deutsche Regelung zur Namensänderung

Menschen, die sich nicht dem ihnen bei ihrer Geburt zugeordneten Geschlecht zugehörig fühlen (Transgender), werden in Europa vielfach diskriminiert und ihre Rechte verletzt. Das dokumentiert Amnesty International in dem heute veröffentlichten Bericht „The State decides who I am – Lack of Recognition for Transgender People“.

In Belgien, Dänemark, Norwegen und 20 anderen europäischen Ländern werden sie zum Beispiel gezwungen, sich teils schwerwiegenden medizinischen Eingriffen und entwürdigenden Behandlungen zu unterziehen, bevor sie ihr amtliches Geschlecht und ihren Vornamen ändern dürfen. Die Entfernung ihrer Fortpflanzungsorgane führt dabei zwangsläufig zur Sterilisation.

In Deutschland müssen sie ebenso wie in Frankreich und Finnland vor der Namensänderung intime Details ihres Sexuallebens gegenüber Sachverständigen offenlegen.

Den vollständigen Bericht können Sie hier in englischer Sprache herunterladen.

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