Aktuelles aus Hamburg

Nachdem die Aktivitäten von MERSI in Hamburg schon fast eingeschlafen waren, hat sich im Oktober 2008 eine neue Gruppe gebildet. Bei verschiedenen Aktionen im Rahmen der Lesbisch-Schwulen Filmtage Hamburg konnten wir überraschend viele neue und engagierte MitstreiterInnen gewinnen. Anfangs waren wir jedoch sehr damit beschäftigt, die Strukturen innerhalb der Organisation zu durchschauen.

Nicht alle Aktiven sind dabei geblieben, aber wir haben einen harten Kern von etwa 16 Leuten, die sich regelmäßig einmal im Monat treffen, gemeinsam planen und sich inhaltlich und politisch mit dem Thema Menschenrechte auseinandersetzen. Dabei kommt uns sehr zu Gute, dass wir im Hinblick auf unsere Fähigkeiten und Interessen eine heterogene Gruppe sind. So haben wir Aktive, die aus den Bereichen Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit kommen, kreative Köpfe, Projektmanager/-innen und Menschen, die im sozialen Bereich tätig sind im Team, die ihr Wissen und ihre Erfahrung einbringen. In Kooperation mit den VeranstalterInnen der Hamburger Mis-Shapes-Party hatten wir eine Fotoaktion geplant, mit dem Titel „Liebe ist ein Menschenrecht“. Trotz einiger Probleme, die wir mit den Ansprechpartner des Veranstaltungsortes hatten, sind tolle Fotos entstanden, mit denen wir Leute auf unsere Homepage aufmerksam machen und neue Mitglieder gewinnen konnten.

Mitte 2009 waren wir als Gruppe bereits gefestigt. Auf der Suche nach SpenderInnen, beim Sammeln von Unterschriften, beim Planen und Umsetzen von Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit stellte es sich als sinnvoll heraus, die Gruppe zeitweise zu teilen, um uns intensiver mit verschiedenen Schwerpunkten auseinandersetzen zu können. So bildeten sich die Gruppen „Gewalt gegen LGBTs in Honduras“ und „Intersexualität und Menschenrechte“. Seit 2010 haben wir einen eigenen Raum, in dem unsere monatlichen Treffen stattfinden - mitten in St. Pauli. Wir freuen uns bereits auf den Sommer, denn unser Treffpunkt ist nur ein paar Schritte vom Hafen entfernt. In der Hamburger Szene sind wir für unseren Geschmack noch zu unbekannt. Demnächst werden wir einen hochwertigeren Flyer erstellen und uns weiterhin überlegen, wie wir in der Community noch sichtbarer werden. Der Schauspieler Gustav Peter Wöhler unterstützt uns dabei. Im Rahmen einer Benefiz-Lesung am 2. Mai im Hamburger Fleestreet Theater nahm er seine ZuhörerInnen mit auf eine literarische Zeitreise durch 100 Jahre schwule Emanzipation.