Osteuropäische ai-Gäste beim Europride in Köln 2002

Am 5. Juli 2002 fand im Rahmen des europäischen CSD (Europride Köln 2002) eine ai-Konferenz statt, zu der wir Gäste aus Polen, Weißrussland, Russland, der Ukraine, der Republik Moldau und Serbien auf dem Podium willkommen heißen konnten. Der ai-Wagen in der Abschluss-Parade des Europride am 7. Juli 2002 stand unter dem Motto „Liebe ist ein Menschenrecht”.

Die Ergebnisse der Konferenz machten deutlich, was dieses Motto konkret für unsere osteuropäischen NachbarInnen heißt und wie weitere Unterstützung aussehen kann.


Am Podium der ai-Konferenz haben mit Kurzberichten zur Lage in ihren Ländern teilgenommen

Vedrana Vilickovic (Serbien), Maxim Anmeghichean (Republik Moldau), Vironika Antonets (Ukraine), Olga Zhuk (Russland), Marcin Lakomski und Adam Pruss (Polen) sowie Vyacheslav Bortnik (Weißrussland). 
Bei der großen Abschluss-Parade des Europride kam ein freudestrahlender Mann mittleren Alters zum ai- Wagen, tat einen Schein in die Spendenbüchse und umarmte uns: „ai ist einer der besten Vereine der Welt” – hier gab es viele unterstützende Stimmen. Die Passanten widmeten den ai-Plakaten große Aufmerksamkeit und vielfach wurde gesagt, dass die Lage in anderen Ländern in der deutschen Öffentlichkeit noch gar nicht genug bekannt sei. 


Ein erfreuliche Neuigkeit hierzu aus Köln: 
Im Rahmen der Preisverleihung an zwei serbische Gäste auf der großen Europride-Bühne in Köln am 7. Juli konnte ein Kölner Unternehmen dafür gewonnen werden, den kommenden CSD in Belgrad als Sponsor zu unterstützen. Unsere Frage an die Gäste auf dem Podium der ai-Konferenz, welche Art von Unterstützung sie verstärkt wünschen, wurde von dem Gast aus der Republik Moldau dahingehend beantwortet, dass nicht nur finanzielle Unterstützung notwendig sei. Vor allem durch politische Lobbyarbeit im Westen könnten ihre Organisationen vor Ort die besten Ergebnisse erzielen. Für den Erfolg Ihrer Anfragen an westliche Organisationen sei es sehr wichtig, dass den Adressaten schon vorher bekannt ist, wie schwierig die Lage für sexuelle Minderheiten in dem betroffenen Land, aus dem die Anfrage kommt, tatsächlich ist. Die MeRSI-Gruppe wird sich in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Medien für eine breite Unterstützung einsetzen, damit die Ergebnisse der ai-Konferenz beim Europride in dieser Weise umgesetzt werden können. 


Für das MeRSI-Team des Europride: Claudia Koltzenburg, Hamburg 


Die Länderberichte aus der Pressemappe zur europride ai-Konferenz 2002 sind bei MeRSI erhältlich