Copenhagen Pride 2012, © Photographer.Søren Malmose.mail@malmose.com
Copenhagen Pride 2012, © Photographer.Søren Malmose.mail@malmose.com

Dänemark unternimmt wichtigen Schritt zur Entstigmatisierung von Trans*Personen

Das dänische Parlament hat heute im Kampf um Trans*-Rechte einen historischen Sieg eingeleitet, indem es die Entscheidung traf, eine Identität als Trans*Person nicht länger als psychische Krankheit zu stigmatisieren, sagte Amnesty International.

AMNESTY INTERNATIONAL
Kurzmeldung

31 Mai 2016

"Dieser sehr ermutigende Vorstoß Dänemarks ist ein starkes Zeichen, um Trans*Personen weltweit zu stärken und ermöglicht einen Weg für schnelle und transparente gesetzliche Anerkennungsverfahren für Trans* Personen", so Leda Avgousti, Referentin für sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität von Amnesty International.
"Es ist beschämend, dass es weltweit die Norm ist, Trans*Personen wegen ihrer Geschlechtsidentität als geistig gestört einzuordnen. Diese Bezeichnung bedeutet, dass Trans*Personen dazu gezwungen werden, traumatisierende und erniedrigende psychiatrische Untersuchungen zu ertragen, damit sie ihr Geschlecht rechtmäßig ändern können oder um überhaupt die Möglichkeit der Geschlechtsumwandlung zu haben."

Der heutige Vorstoß positioniert Dänemark als Vorreiter der weltweiten Verbesserung von Trans*-Rechten, während sich der Druck auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erhöht, die Klassifizierung einer Identität als Trans* als geistige Störung in ihrer Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD) zu beenden.

Voraussichtlich 2018 wird die WHO die überarbeitete Version der ICD veröffentlichen. Das Entfernen der Identität als Trans* aus dieser Klassifikation würde weltweit zur Nachahmung ermutigen. Die Entscheidung in Dänemark folgt den Kampagnen Amnesty International und anderen Menschenrechts- und Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersex (LGBTI) - Organisationen und Aktivist_innen.