Equador - Sorge um Sicherheit/Morddrohungen

Mitglieder von Menschenrechtsorganisationen, die sich für die Rechte von Homo-, Bi- und Transsexuellen einsetzen, darunter die Organisationen: „Quitogay“ in Quito, „Equidad“ in Quito, „Fundación Amigos por la Vida“ (FAV) in Guayaquil, „Fundación Ecuadoriana de Minorías Sexuales“ (FEMIS) in Guayaquil und Quito sowie: Neptali Arias Zambrano (Direktor der FAV), Mitglieder von „Juventud Arco Iris” (der AIDS-Präventionsgruppe innerhalb der FAV), Cristhian Landeta (Koordinator der „Juventud Arco Iris”) und weitere FAV-Mitglieder

Die Organisation „Juventud Arco Iris”, eine Untergruppierung der Menschenrechtsorganisation „Fundación Amigos por la Vida“ (FAV), die sich für die Rechte von sexuellen Minderheiten einsetzt, hat per E-Mail Morddrohungen erhalten. „Juventud Arco Iris” engagiert sich auf dem Gebiet der AIDS-Prävention, fördert Safer-Sex-Initiativen und bietet kostenlose Gesundheitsberatung an, um die Verbreitung von AIDS zu verhindern.

Am 3. April 2001 ging bei „Juventud Arco Iris” eine E-Mail mit der Betreffzeile „Auslöschung von Sodom und Gomorrha“ ein. Der Absender erklärte, er wisse über eine geplante Veranstaltung von „Juventud Arco Iris” am 6. April 2001 Bescheid und kenne den Veranstaltungsort. Außerdem beleidigte und bedrohte er den FAV-Vorsitzenden, Neptali Arias Zambrano, und den Koordinator von „Juventud Arco Iris”.

In der E-Mail-Nachricht werden die beiden größten Städte Ecuadors, Quito und Guayaquil, mit Sodom und Gomorrha verglichen. Der Absender droht damit, beide Städte von „Schwuchteln“ zu säubern. Abschließend heißt es in der Nachricht: „Wir warten bis Freitag, den 6. April 2001, und zeigen euch dann, wozu wir fähig sind und was wir mit den Schwuchteln anstellen werden, die wir ergreifen.“ („Estaremos esperando este viernes 6 de abril, para que sepan de lo que somos capaces de hacer con las maricas que capturemos”).

EMPFOHLENE AKTIONEN:

Schreiben Sie bitte weitere Telefaxe oder Luftpostbriefe, in denen Sie

  • Ihre Sorge um die Sicherheit der Mitglieder der oben genannten Organisationen zum Ausdruck bringen;
  • die Behörden auffordern, alle erforderlichen Maßnahmen einzuleiten, damit die betroffenen Organisationen ihre legitime Arbeit fortsetzen können;
  • die Behörden bitten, sofort eine umfassende Untersuchung der Einschüchterungen und Drohungen einzuleiten, die Ergebnisse der Ermittlungen zu veröffentlichen und die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen.

APPELLE AN:

Dr. Juan Manrique Martínez, Ministro de Gobierno y Policía, Ministerio de Gobierno y Policía,
Benalcázar y Espejo, Quito,
REPUBLIK ECUADOR
(Innenminister - korrekte Anrede: Señor Ministro)

Telefax: (00 593) 2-580 067, (00 593) 2-583 397
(kombinierte Telefon-/Faxanschlüsse, sagen Sie bitte: “por favor, me puede dar tono de fax”)

Ing. Jorge Guillermo Molina Nuñez,
Inspector General de la Policía Nacional
Ramírez Dávalos 612 y Av. 10 de Agosto,
Quito, REPUBLIK ECUADOR
(Polizeichef - korrekte Anrede: Señor Inspector General)

Telefax: (00 593) 2 508 724
(kombinierter Telefon-/Faxanschluss, sagen Sie bitte: “por favor, me puede dar tono de fax”)

KOPIEN AN:

Equidad Quito, Rabida N 26-32 y Santa María, Quito,
REPUBLIK ECUADOR (Menschenrechtsorganisation)
E-Mail: equidad@ecuanex.net.ec

Quitogay (Menschenrechtsorganisation)
E-Mail: quitogay@quitogay.com

Fundación Amigos por la Vida, Pedro Carbo 1106 y Colón, 10º piso, Guayaquil,
REPUBLIK ECUADOR (Menschenrechtsorganisation)
E-Mail: famivida@yupimail.com

Kanzlei der Botschaft der Republik Ecuador,
Kaiser-Friedrich-Str. 90, 1. OG.,
10585 Berlin
(S.E. Dr. h. c. Werner Moeller-Freile)

Telefax: 030-3478 7126; 030-3478 7127
E-Mail: mecuadoral@t-online.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 16. Mai 2001 keine Appelle mehr zu verschicken.

UA-073/2001-1
Index: AMR 28/012/2001