ein junger Mann in Downtown Yaoundé, Kamerun, der wegen seiner sexuellen Orientierung mehrfach verprügelt und von seinen Nachbarn vertrieben wurde, Mai 2013 © Amnesty International
ein junger Mann in Downtown Yaoundé, Kamerun, der wegen seiner sexuellen Orientierung mehrfach verprügelt und von seinen Nachbarn vertrieben wurde, Mai 2013 © Amnesty International

Kamerun: Ein Kuss ist kein Verbrechen!

In Kamerun werden immer mehr Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer geschlechtlichen Identität Opfer von Menschenrechtsverletzungen.

 

Medien, Politiker_innen und religiöse Führer_innen hetzen die Gesellschaft gegen Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle (LGBTI) auf. Die Betroffenen werden auf der Straße angegriffen, beleidigt und mit der Drohung, sie der Justiz zu melden, erpresst und ausgegrenzt.

LGBTI sind Verfolgung und Diskriminierung, willkürlichen Verhaftungen und Anklagen ausgesetzt. Die Polizei misshandelt sie und spioniert sie aus, von ihren Familien werden sie verstoßen.

Laut Artikel 347a des kamerunischen Strafgesetzbuches sind sexuelle Handlungen mit einer Person des gleichen Geschlechts mit einer Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren und mit einer Geldstrafe von bis zu 200.000 Francs CFA (etwa 300 Euro) zu ahnden. In der Praxis wird das Gesetz jedoch wesentlich weiter ausgelegt: So werden die meisten Betroffenen allein aufgrund ihrer vermuteten sexuellen Orientierung verfolgt, angeklagt und verurteilt.

Amnesty International setzt sich für die Rechte von LGBTI in Kamerun ein. Wir unterstützen Aktivist_innen, die sich für die Rechte dieser Menschen in ihrem Land engagieren. Denn Menschen sind nicht gleich. Aber ihre Rechte!

Helfen Sie uns! Beteiligen Sie sich an unserer Online-Aktion und fordern Sie die Regierung Kameruns auf, den Artikel 347a des Strafgesetzbuches abzuschaffen und alle Personen, die nach Artikel 347a verhaftet wurden, freizulassen!

Ein Video zur Aktion finden Sie hier:

youtu.be/9dOSyLpXaUs

Die Petition finden Sie hier: